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"Von der Natur zurück zur Natur"
Besuch im Mustergarten "Am Meierhof"

Sennestadt. Die organisierten Kleingärtner in Bielefeld und Gütersloh sind Anhänger des Projektes "Öko-Gärten". In ihren Anlagen hat sich die Methode der natürlichen Düngung durchgesetzt. Dafür verwenden sie vorrangig Kompost, den sie selbst gewonnen haben und somit dem Grundsatz "Von der Natur zurück zur Natur" treu bleiben, betont der Vorsitzende Alfred Schmalbeck.

Ihn treffen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b der Adolf-Reichwein-Schule, die sich für das Projekt "Zeitung in der Schule" (ZiSch) informieren wollen, in der sehr gepflegten Kleingartensparte "Am Meierhof" in Heepen. Dort stellt ihnen Schmalbeck gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Florian Friebe und Dieter Gerzmann etwas Besonderes vor. Aus zwei Parzellen soll ein Mustergarten entstehen, in dem künftig Vorführungen laufen werden.

Eine aus Natursteinen errichtete Mauer soll nützlichen Insekten Unterschlupf bieten, denn Insekten sind sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht im Garten. In einem Bioteich leben Molche und Wasserpflanzen unter umweltfreundlichen Bedingungen. Das Wasser bleibt auch ohne Verwendung von Chemie rein.

Neben einem noch brach liegenden Stück Land steht ein kleines Gewächshaus, in dem junge Pflanzen auf ökologischer Basis gezogen werden. Kleingärtner Friebe präsentiert die schon erzielten Erfolge. Aufzucht und Düngung müsse biologisch geschehen, um der Bezeichnung "Bio-Garten" gerecht zu werden.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren von den drei Verantwortlichen, dass alle Ernteerträge der Kleingärtner nur für den eigenen Bedarf gedacht sind. Das Interesse an den so genannten "Schrebergärten" sei in den letzten Jahren stetig gewachsen. Viele Menschen hätten das Verlangen, so dem wirtschaftlichen Druck zu entfliehen.

Schmalbeck: "Die Kleingartenanlagen werden aber auch geschaffen, um der fortschreitenden Bodenversiegelung durch Bebauung entgegen zu wirken. Sie dienten dem Erhalt von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen, aber auch der Naherholung der Bürger. Sie ermöglichten den Stadtbewohnern einen "unmittelbaren Erfahrungszugang zur kultivierten Natur." Außerdem erklärten alle drei Vorstandsmitglieder übereinstimmend, dass Kleingärtner durch ihren ausgeprägten Lokalbezug dazu beitrügen, die Belastung der Natur durch Freizeit und Erholung zu mindern.

Anschließend durfte sich die Klasse in der ganzen Sparte "Am Meierhof" und auch in einzelnen Parzellen umschauen. "Man kann richtig die Liebe und Hingabe der Kleingärtner spüren, mit der sie ihre Gärten gestalten", stellte Mitschülerin Martina zum Abschluss des Besuches fest.

Neue Westfälische, Bielefeld, 14. Juli 2005


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Webmaster, Stand: 19. Januar 2008                                         [zurück nach oben]