Ausprobieren erwünscht

Kostenlose Beratung durch Spiele-Experten der Adolf-Reichwein-Schule

VON REGINE KLEIST

Bielefeld-Sennestadt. Noch nicht das passende Spiel für den Gabentisch gefunden? Spielerisch vorgebildete Schülerinnen und Schüler helfen weiter. Sie bieten am Sonntag, 8. Dezember, von 11 bis 14 Uhr, in der Adolf-Reichwein-Schule kostenlose Spieleberatung an. Auch Probespielen, allein oder mit der Familie, ist möglich. Die jungen Fachleute setzen sich auf Wunsch dazu, erklären die Spielregeln ganz in Ruhe oder spielen eine Runde mit.

„Oberspielkind" der Ganztagshauptschule ist Konrektor Dirk Hanneforth. Gemeinsam mit den Jugendlichen, die in seiner Arbeitsgemeinschaft „Spielversand in Schülerhand" mitarbeiten, bereitet er für den Beratungssonntag eine Ausstellung mit über hundert verschiedenen Spielen vor: mit Spieleklassikern wie der Mau-Mau-Variante „Stop", aber auch mit dem attraktiven Spiel des Jahres „Villa Paletti" oder mit der ganz frischen Neuerscheinung „Kopfsalat", einem Quizspiel, das nicht nur reines Sachwissen abfragt.

„Ein Spiel gehört zum Weihnachtsfest einfach dazu", wirbt Dirk Hanneforth. „Das Richtige zu finden, ist allerdings gar nicht so einfach. In den meisten Geschäften kann man heute nur noch die Katze im Sack kaufen, muss sich auf die kurzen schriftlichen Angaben auf dem zugeschweißten Karton verlassen. Bei uns dürfen die Besucher in die Kartons hineinschauen, fragen und testen. Wenn sie dann später ihre Weihnachtseinkäufe machen, wissen sie schon genau, was sie wollen. Außerdem ist es ja auch gar nicht schlecht, für den Familieneinsatz an den Feiertagen wenigstens schon die Grundzüge der Spielregeln zu kennen."

Spiele - so Hanneforth - sollten entweder gut zu den Interessen der Beschenkten passen oder für alle in der Familie vertretenen Altersgruppen geeignet sein. „Es reicht allerdings nicht", sie einfach nur zu überreichen. „Wer ein Spiel verschenkt, sollte immer auch gemeinsame Spielzeit mitverschenken."

Zu den Jugendlichen, die am 2. Advent als Berater zum Einsatz kommen, gehören Pascal, Gordana und Alexander. Natürlich haben auch sie ihre Favoriten: Monopoly, Dumm gelaufen, Risiko, Die Siedler, Halli Galli, die Rüsselbande. Hoch im Kurs steht bei einigen auch „Wer wird Millionär". „Da muss man schon eine Menge wissen", lautet dazu der Kommentar von Oliver. Ob das stimmt? Die Ratsuchenden können sich in der Adolf -Reichwein-Schule ihre eigene Meinung bilden. Und damit die Sache nicht zu trocken wird, gibt es Kaffee und kalte Getränke zu kleinen Preisen.

Die Adolf -Reichwein-Schule liegt in Sennestadt am Uchteweg, einem Abzweig der EIbeallee. Zur Spieleberatung am Sonntag dürfen die Lehrerparkplätze vor der Schule von Besuchern genutzt werden. Geparkt werden kann auch auf dem Schulhof (von der Travestraße aus zu erreichen) oder auf den Parkplätzen der Sporthalle und des Hallenbades an der Travestraße.

Neue Westfälische Bielefeld

4. Dezember 2002