Bärenstarke Spiele im Auto
ARS-Schüler geben Tipps, 3. Teil
VON REGINE KLEIST
Bielefeld-Sennestadt. Für den Familienurlaub mit Anreise im Auto dürfen die Spiele zum Mitnehmen für kühle Tage und lange Abende schon eine Nummer größer ausfallen als im Flieger. Hier die Auswahl, die gut „eingespielte" Schülerinnen und Schüler der Spiele AG der Adolf-Reichwein-Schule für die Leser der NW getroffen haben. In ihrer Hauptschule steht Spielen unter der Leitung von Konrektor Dirk Hanneforth und seiner Kollegin Anita Gebauer ganzjährig auf dem Stundenplan.
Zu den Reichwein-Favoriten gehört das Legespiel „Alles im Eimer". Zwei bis sechs Mitspieler legen aus kleinen Karten, auf denen verschiedenfarbige Eimer abgebildet sind, vor sich eine Pyramide. Nun gilt es, den anderen ihre Eimer bestimmter Farbe mit Hilfe von Ereigniskarten ab zu jagen, so dass deren Pyramidenbau zusammenbricht. Das passiert, wenn die unglücklich im Unterbau platziert wurden. Da ist Taktik schon im Vorfeld beim Legen gefragt.
Bei „Bärenstark", einem Kinder-Geschicklichkeitsspiel, wird gewürfelt. Den niedlichen Holzfiguren werden dabei immer mehr unterschiedlich große Spielsteine auf die starken Schultern geladen. Gleichzeitig müssen die Bären auf einem Spieleparcours vorsichtig vorwärts geschoben werden. Sieger ist wer, mit den meisten Steinpunkten ohne zu kippen die Ziellinie überschreitet.
Auch das Spiel des Jahres 2001 halten die Spielefachleute für empfehlenswert: Carcassonne. Da müssen Karten mit Wegstücken, Wiesen und Weilern stets so an einander gelegt werden, dass durchgehende Straßen und mauerumsäumte Städte entstehen. In dieser Landschaft sind dann Bauern, Ritter und Räuber am Werk. Für die Vollendung von Siedlungen gibt es Punkte, die - für alle sichtbar - auf einer Skala abgebucht werden. Der Punktsieger steht fest, wenn alle Karten ausgelegt sind. Das dauert etwa eine Stunde. Dabei geht es eher gemütlich zu.
Auf Reisen durch die USA werden bis zu sechs Mitspieler bei „Trans America" geschickt. Jeder zieht die Namen von fünf Städten, die er dann mit kleinen Schienenhölzchen zu verbinden hat. Pro Spielzug dürfen ein oder zwei Hölzchen angelegt werden. Schneller geht die Reise, wenn man die Schienenstränge der Mitspieler mit benutzen kann. Dafür lohnen sich vielleicht auch Umwege. Wer als erster ein Netz gewoben hat, das alle „seine" Städte einschließt, hat gewonnen. Alle vier Spiele kosten um die 20 Euro.
Neue Westfälische Bielefeld
3. August 2002