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Begleiter gesucht - und gefunden
Reichwein-Schule und Firma Tweer helfen beim Start in den Beruf

Die Verträge sind gemacht: IHK-Geschäftsführer Swen Binner, Unternehmenschef Reinhard Tweer und Schulleiter Dirk Hanneforth (v.l.) besiegeln die Kooperation.

 

Feierstunde in der Aula: Schüler, Lehrer und Eltern verfolgten das Geschehen auf der Bühne.

VON MAREIKE PATOCK

Sennestadt. Bei manchen angehenden Lehrlingen lässt die Ausbildungsreife zu wünschen übrig. Das zumindest sehen Unternehmer immer häufiger so. „In den vergangenen Jahren stellen wir zunehmend fest, dass die Qualität der Auszubildenden schlechter geworden ist“, sagte Firmenchef Reinhard Tweer von der gleichnamigen Gießerei in Sennestadt.

Das zeige sich zum einen in der mangelnden Bereitschaft, schon früh am Morgen mit der Arbeit anzufangen. Aber auch die schulischen Leistungen und die Allgemeinbildung seien oft schlecht.

Diese Erfahrung habe er während Einstellungstests in seinem Hause immer wieder machen müssen, sagte Tweer - und nannte erschreckende Beispiele: Für viele Bewerber „sind Schöffen Vorsitzende im Kommunalparlament, Geigerzähler zeigen Wärmestrahlung an und der Erdumfang am Äquator beträgt 18.000 Kilometer.“

Um ihren Schülern den Start in den Beruf zu erleichtern, will die Adolf-Reichwein-Ganztagshauptschule ihren Schülern unter die Arme greifen. Rektor Dirk Hanneforth hat darum gestern mit Reinhard Tweer einen Kooperationsvertrag „Schule – Wirtschaft“ unterzeichnet. Dabei will die Firma Tweer ein Bewerbungstraining und Betriebspraktika für die Schüler der Klassen 9 und 10 anbieten. Außerdem sollen Auszubildende der Firma Tweer Vorträge in Klassen halten und von ihrer täglichen Arbeit im Betrieb berichten.

Entstanden war die Zusammenarbeit auf Initiative der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld, die mittlerweile schon 52 solcher Verträge zwischen Schulen und Firmen in der Region vermittelt hat.

„Wir möchten, das Verständnis der Unternehmen und der allgemein bildenden Schulen füreinander fördern und die Praxisorientierung des Unterrichts verstärken“, sagte IHK-Geschäftsführer Swen Binner. Letztlich solle sich dadurch auch die Ausbildungsreife der Schüler verbessern.

Tweer hofft, durch die Kooperation möglichst viele Jugendliche für eine Ausbildung in seinem Unternehmen begeistern zu können.
Die Anforderungen der Wirtschaft sollen die Jugendlichen durch die Kooperation schon während der Schulzeit kennen lernen. Hanneforth: „Wir möchten, dass unsere Schüler begreifen, was in der Berufswelt auf sie zukommt.

 

Neue Westfälische, Bielefeld, 12. September 2007


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Webmaster, Stand: 19. Januar 2008                                         [zurück nach oben]