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„Eine tolle Sache“ VON SABINE KAUKE Bielefeld. An vielen weiterführenden Schulen beginnt der Deutschunterricht in den 8. und 9. Klasse derzeit sehr leise. Denn dort, wo die Neue Westfälische jetzt täglich in die Schule kommt, wird erst mal Zeitung gelesen. "Medienkunde zum Anfassen", das ist das Motto des neuen NW-Projekts „Klasse“. "Die Schüler haben dieses Angebot sehr gut aufgenommen", berichtet Markus Büring, Lehrer an der Adolf-Reichwein-Schule. "Seine" 8a ist eine von insgesamt 133 Klassen, die bei der Premiere von "Klasse!" in diesem Schuljahr dabei sind. Ob Gymnasium oder Realschule, Gesamt-, Haupt- oder Förderschule: 36 Bielefelder Lehranstalten machen mit. Und jeder der knapp 3.000 "Klasse!"-Schüler hält jeden Schultag sein eigenes NW-Exemplar in der Hand. "Ich bin positiv verwundert, wie sehr sich die meisten Schüler mit der Zeitung beschäftigen, dass sie einen großen Zugang gefunden haben", sagt der Hauptschullehrer Büring. Auch das Angebot, einen Bericht für die Zeitung zu schreiben, finden die Schüler spannend. Während Bürings Achtklässler noch an ihrem Text über das Thema Graffiti arbeiten, sind die Filmkritik ihrer Altersgenossen vom Hans-Ehrenberg-Gymnasiums (Klasse 8e) oder der Beitrag der Gertrud-Bäumer-Schule (8b) bereits in der NW veröffentlicht worden. Für die Jugendlichen vom Bodelschwingh-Gymnasium fängt die Arbeit hingegen jetzt erst richtig an: sie durften just in die Rolle von Reportern schlüpfen und den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Bielefeld, Hans-Georg Vogt, mit Fragen löchern. Nun gilt es, wichtige und interessante Informationen aus diesem Gespräch für Zeitungsleser aufzubereiten. Keine leichte Aufgabe. "Das Schreiben ist eine schöne Motivation", hat Lehrerin Anette Jupke von der Gertrud-Bäumer-Schule festgestellt. "Und es ist auch sehr interessant für Schüler, wenn jemand von außen in die Schule kommt und aus seinem Berufsalltag erzählt." Denn auch das gehört zu "Klasse!": Auf Wunsch berichtet ein Redakteur über's Zeitungmachen. Sechs Wochen lang kommt die NW in die Schulen, die innerhalb des Schuljahres selbst bestimmen, wann es losgeht. Gerade gestartet sind beispielsweise das Brackweder Gymnasium, die Hamfeldschule und die Hauptschule Heepen. Bei anderen wiederum steht “Klasse!“ erst im zweiten Schulhalbjahr auf dem Stundenplan. "6 Wochen, das ist für meine Schüler genau der richtige Zeitraum", stellt Markus Büring fest. "Dieser Zeitraum ist ein großer Vorteil gegenüber dem früheren Projekt „Zeitung in der Schule“ findet auch Volker Pommerening, Lehrer an den Von-Bodelschwingh-Schulen. Die Flexibilität von "Klasse!“ sei „eine tolle Sache“ sagt Pommerening. Für ihn steht bereits jetzt fest: „Ich bin auf jeden Fall wieder dabei“.
Neue Westfälische, Bielefeld, 21. November 2007 |
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