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Schulausschuss stimmt Schließungen zu Bielefeld. Einstimmig hat der Schul- und Sportausschuss den Absichtsbeschluss gefasst, die Siekerschule ab 2008/2009 auslaufen zu lassen und die Adolf-Reichwein-Schule um die Vennhofschule zu erweitern (vgl. NW v. 17. November). Der Standort Uchteweg soll nach ein bis zwei Jahren aufgegeben, die Schüler im Schulzentrum Wintersheide konzentriert werden. Außerdem beauftragten die Ausschussmitglieder die Schulverwaltung, mit der Bezirksregierung über einen neuen Teilstandort der Gesamtschule Rosenhöhe im Gebäude der Marktschule zu verhandeln. Damit soll die ohnehin beengte Gesamtschule in die Lage versetzt werden, auch zusätzliche Hauptschulabgänger aufzunehmen. Gerd Kranzmann (SPD) verwies darauf, dass die Schulentwicklungsplanung der Stadt (SEP) verpflichtend sein müsse: "Schon in ein bis zwei Jahren wird die demografische Entwicklung die Grundschulen erreichen. Das wird für einige ganz bitter werden", sagte er mit Blick auf mögliche Schließungen. Bis 2011 fehlen laut Kranzmann 90 Unterrichts räume an Gymnasien. Deswegen seien bereits Anfang 2008 verbindliche Entscheidungen auch für allen anderen Schulformen zu treffen angesichts der sinkenden Schülerzahlen. Inge Schulze (Grüne) hatte einen öffentlichen Dialog mit Lehrern, Eltern und Schülern gefordert. Dietrich Heine (CDU) betonte: "Wir werden noch unangenehme Entscheidungen treffen müssen. Das hier ist nur der allererste Anfang." Der Rat soll in seiner Sitzung am Donnerstag, 13. Dezember, entscheiden. Bis dahin sollen die betroffenen Schulkonferenzen in den Prozess einbezogen werden. "Bei neuen Erkenntnissen werden wir informieren", sagte Schuldezernent Albrecht Pohle.
Neue Westfälische, Bielefeld, 21. November 2007 |
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