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Feuerwehrkursus auf Englisch
Adolf -Reichwein-Schüler in Rochdale / Jugendaustausch beleben
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| In englischen Feuerwehruniformen: Die Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule absolvierten einen Schnellkurs im Löschen bei der Rochdaler Feuerwehr. |
VON REGINE KLEIST
Sennestadt. In der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) kann ab sofort nichts mehr anbrennen. 14 Schülerinnen und Schüler haben erfolgreich einen Feuerwehrlehrgang absolviert: Schläuche ausrollen und verkoppeln, Wasser marsch. Sie können ihre neu erworbenen Fähigkeiten schwarz auf weiß belegen: mit einem echten Zertifikat. Das wurde allerdings auf Englisch ausgestellt - in Rochdale.
Dort waren die 13- bis 16jährigen Jugendlichen aus dem Englischkursus der achten Klasse für eine Woche zu Gast. Sogar in offizieller Mission, denn die Sennestädter Hauptschule hat aus dem Rathaus den Dauerauftrag erhalten, den stockenden Jugendaustausch mit Bielefelds ältester Partnerstadt zu beleben.
"Es war ganz toll, unsere Gastgeber hatten für uns ein sehr dichtes und interessantes Programm zusammengestellt", berichtet Referendar Michael Hecht, der die Reise leitete. Ihm standen bei dieser Aufgabe zwei alte Hasen zur Seite: ARS- Lehrerin Beate Rasche-Schürmann und ihr im vergangenen Jahr pensionierter Kollege Heiko Lang, der sich dafür gern reaktivieren ließ. "So eine angenehme und stressfreie Schulfahrt habe ich noch nie erlebt", lautet sein Fazit.
Die Unterbringung in einem ländlichen Umweltschulungszentrum sei ganz toll gewesen. Die Rochdaler Berufsfeuerwehr biete für Schulklassen und Jugendgruppen eine einwöchige Feuerwehrgrundausbildung an, die für die Bielefelder verkürzt wurde. "Das haben die ganz toll gemacht." Und dann folgt ein Loblied auf die ARS-Schüler, die sich getraut hätten, den Mund aufzumachen und sich mit ihrem Schulenglisch ganz prima verständigt hätten - sowohl mit Gleichaltrigen, als auch beim Einkaufen und selbst beim Bestellen im Restaurant.
Die Gruppe flog ab Paderborn nach Manchester, in dessen Nähe Rochdale liegt. Für mehr als die Hälfte der Schüler war es der erste Flug überhaupt. Natürlich gab es einen Empfang bei Bürgermeister Peter Evans und einen Stadtrundgang.
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war für Jugendliche wie Erwachsene der Besuch mit Führung durch das Stadion von Manchester United, wie Michael Hecht betont. Es sei beeindruckend gewesen, im Vereinsmuseum vor den vielen Pokalen und den Originaltrikots so berühmter Fußballer wie Hargreaves, Ronaldo oder Neville zu stehen. Ein ewiges Licht leuchtet im Stadion zur Erinnerung daran, dass vor gen au 50 Jahren fast die ganze Manchester-Mannschaft bei einem Flugzeugabsturz in München ums Leben gekommen ist.
In Rochdale wird der Austausch künftig über den Jugendclub "All in one" laufen - in Zusammenarbeit mit der Springhill- Highschool. Gemeinsam mit einer Schülergruppe, die Anfang Juni zu einem Gegenbesuch erwartet wird, haben die ARS-Jugendlichen schon begonnen, Löwenmasken zu bauen. In Bielefeld soll dieses Projekt fortgeführt werden.
Gemeinsam wollen alle damit am Bielefelder "Carnival der Kulturen" teilnehmen - und Aufsehen erregen. Michael Hecht: "Unsere Schülerinnen und Schüler freuen sich schon darauf, ihre neuen Freunde aus Rochdale bald wieder zu sehen. Der Abschied ist beiden Seiten bereits nach einer Woche sichtlich schwer gefallen."
Carnival soll Kontakt zur Partnerstadt Rochdale beleben
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| Den Jugendaustausch beleben: Mit diesem Auftrag flog die Schülergruppe der Adolf-Reichwein-Schule nach England. Mit dabei die Lehrerin Beate Rasche-Schürmann und ihr pensionierter Kollege Heiko Lang (oben links). Das Foto hat der Dritte im Bunde geschossen: Referendar und Gruppenleiter Michael Hecht. |
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Bereits 55 Jahre alt die ist Verbindung zwischen Bielefeld und Rochdale nach Auskunft von Ellen Golinja, im Bielefelder Rathaus seit acht Jahren für die Betreuung der Städtepartnerschaften zuständig. Entstanden sei der Kontakt zwischen den Städten 1953.
Über die jeweiligen Partnerschaftsvereine sowie durch persönliche Freundschaften gebe es heute viele inoffizielle Begegnungen. Leider sei das Partnerschaftsbüro im Rochdaler Rathaus seit fünf Jahren nicht mehr besetzt. Daher fehle ihr ein Ansprechpartner, so Golinja.
Bürgermeister Peter Evans habe jedoch im vergangenen September mit Frau und Tochter Bielefeld besucht und sich für mehr Jugendaustausch eingesetzt. Über den "Carnival der Kulturen", der in Bielefeld wie in Rochdale stattfinde, sei es ihr dann gelungen, Kontakte zur Sozialarbeiterin des Jugendclubs "All in one" anzuknüpfen. Nach einer Rundfrage bei den Bielefelder Hauptschulen, ob Interesse an einer Verbindung mit Rochdale bestehe, habe sich die Adolf Reichwein-Schule als erste gemeldet.
Neue Westfälische, Bielefeld, 27. März 2008
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