Johannes Rau

Durch die
Entscheidung für den Schulnamen "Johannes
- Rau - Schule" möchten wir uns einen engagierten Politiker als Vorbild
nehmen. Rau war eine warmherzige und integre Persönlichkeit, deren Anliegen es
war, "Brücken zu bauen, anstatt Gräben zu ziehen". So war sein Motto
"Versöhnen, statt spalten".
Die
Integration von Menschen mit Migrationshintergrund war ihm ein besonderes
Anliegen, dem er unter anderem durch den von ihm für das Jahr 2002 ausgerufenen
"Integrationswettbewerb" Ausdruck verliehen hat. Daher hat unsere Hauptschule
mit seiner multikulturellen Schülerschaft einen besonderen Bezug zu Johannes
Rau, der in seinem politischen und menschlichen Bemühen stets auf
gesellschaftlichen Ausgleich und soziale Gerechtigkeit bedacht war.
Für Johannes Rau lag der
"Schlüssel zu mehr Gerechtigkeit" im Bildungsbereich. Auch hier zeigt
sich eine Parallele zu den Zielen der Johannes-Rau-Schule, nämlich unsere
Schülerinnen und Schüler möglichst gut auszubilden und auf das Berufsleben
vorzubereiten.
Somit stellt Johannes Rau eine Leitfigur für unsere Schule dar,
dessen Namen wir in ehrendem Andenken bewahren wollen.
Johannes Rau (1931 –
2006), Ministerpräsident NRW, Bundespräsident
1931: 16. Januar:
Johannes Rau wird in Wuppertal-Barmen als drittes von fünf Kindern geboren.
1948: Auf Drängen des Vaters Abbruch des Gymnasiums nach der Obertertia (9.
Klasse). Rau hatte mehrmals den Unterricht nicht besucht, so vertrat sein Vater
die Meinung, er könne das Geld für die schulische Ausbildung einsparen.
Oktober 1948 – 1952 Lehre als Verlagsbuchhändler.
1958-1999: Mitglied des Landtages Nordrhein-Westfalen.
1962: Eintritt in die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
1965-1999: Mitglied der Synode und stellv. Mitglied der Leitung der
Evangelischen Kirche im Rheinland.
1970-1978: Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes
Nordrhein-Westfalen.
1978-1998: Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.
1982: Heirat mit Christina Delius, Bielefeld, einer Enkelin des früheren
Bundespräsidenten Gustav Heinemann.
seit 1986: Vorsitzender des Stiftungsrates der NRW Stiftung Naturschutz,
Heimat- und Kulturpflege.
seit 1995: Ehrenmitglied des Jerusalemer "Israel-Museums".
1999: Die Bundesversammlung wählt Rau zum achten Bundespräsidenten der
Bundesrepublik Deutschland.
Seit 2000 Schirmherr der Bürgerinitiative "Gesicht zeigen!", die in Deutschland
gegen Ausländerhass und sogenannte "No-Go-Areas" kämpft.
Schirmherr der Initiative "Schüler helfen Leben", die jährlich den bundesweiten
"Sozialen Tag" veranstaltet.
2006: 27. Januar:
Johannes Rau stirbt nach längerer Krankheit in Berlin.
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