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Besonnenheit und Transparenz
Dirk Hanneforth Rektor der Reichwein-Schule

VON KARIN PRIGNITZ

Sennestadt (kap). Gut anderthalb Jahre lang hat Dirk Hanneforth die Adolf-Reichwein-Hauptschule (ARS) kommissarisch geleitet. Gestern wurde der 51-Jährige an der zweitältesten Ganztagshauptschule Nordrhein-Westfalens offiziell zum Rektor ernannt.

Harald Drescher vom Schulamt der Stadt Bielefeld gab das „Startsignal für das neue Schulleitungsteam". Ihm gehört neben Dirk Hanneforth Martina Todte an, die die frei gewordene Konrektorenstelle besetzt und deren offizielle Ernennung im Laufe des Jahres erfolgen soll.

Beide bildeten schon aufgrund ihrer Verschiedenheit „ein gutes Team", spielte Drescher etwa auf unterschiedliche Konfessionen, Vortätigkeiten und Unterrichtsschwerpunkte an. Zudem seien Hanneforth und Todte „zusammen bereits 40 Jahre an der Schule tätig".

Wie ein roter Faden zog sich bei der Ernennungsfeier in der festlich geschmückten Aula aber vor allem die Spielleidenschaft des Schulleiters durch das Programm. Dirk Hanneforth spielt nicht nur gerne, er entwickelt auch Gesellschaftsspiele. „Kann man solch eine verantwortungsvolle Position mit einem überzeugten Spieler besetzen?", fragte sich Harald Drescher und kam zu dem Schluss, dass gerade die Erfahrungen unterschiedlicher Strategien wertvoll sind.

Konfliktsituationen könne Hanneforth „gelassen überblicken" und „angemessen meistern". Er habe gelernt, seine Züge sorgfältig zu planen, zu überdenken und den Schwarzen Peter nicht gleich bei anderen zu suchen. Nicht zuletzt könne eine gewisse Pokererfahrung ein Gewinn für die Schule sein. Drescher: „Besonnenheit und Transparenz prägen das Handeln von Dirk Hanneforth."

„Heute ist der Tag, an der die positive Entwicklung der Schule fortgeführt wird", schenkte Konrektorin Martina Todte dem Rektor Vorschusslorbeeren. Andere Sennestädter Schulleiter, ehemalige Kollegen, darunter Dirk Hanneforths Vorgängerin Lisa Stratmann-Paulun, Schüler- und Elternvertreter hatten Glückwünsche mitgebracht. So wünschte Heidrun Wehn, Leiterin der benachbarten Astrid-Lindgren-Schule, Dirk Hanneforth für die Zukunft „Kraft und Güte". Güte übersetzte sie mit „Gelassenheit, Überschuss, Toleranz und Energie".

Musikalisch umrahmt wurde die Ernennung von Schülerinnen der Chor-Arbeitsgemeinschaft der Klassen 7bis 10. Unter der Leitung von Josef Behrens steuerten die Sängerinnen, unter ihnen die Solistinnen Jessica Dubkevics und Sabrina Sendermann, drei Lieder bei. Das Lehrerkollegium ließ seinen neuen „Spielleiter" die Karriereleiter hochklettern.

Dirk Hanneforth selbst konnte nach gelungenem Aufstieg abschließend die erste offizielle Handlung vornehmen, die da lautete: „Ich wünsche allen schöne Ferien."

 

Neue Westfälische, Bielefeld, 19. März 2005


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Webmaster, Stand: 19. Januar 2008                                         [zurück nach oben]