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Auf Spurensuche
VON REGINE KLEIST Sennestadt. Sie sprachen mit den Menschen vor Ort, schauten sich um, forschten in Archiven nach, sammelten alte Fotos und schossen neue. 300 Schülerinnen und Schüler der Adolf-Reichwein-Schule befassten sich zum 50jährigen Bestehen von Sennestadt aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit ihrem Stadtbezirk. Was sie zu Tage gefördert haben, präsentieren sie nun auf Stellwänden Schaufenstern eines leerstehenden Ladens im Rundbogen am Reichowplatz. Da gibt es zum Beispiel Schwarz- Weiß-Aufnahmen von den ersten Bauabschnitten
des neuen Stadtteils an der Ostallee, zur Verfügung gestellt vom Apotheker Skopp,
der damals die Fortschritte im Bild festhielt. Die Betrachter erfahren aber
auch, dass Sennestadt der Bielefelder Bereich mit den meisten Skulpturen ist. Honoratioren wurden zur Sennestadt befragt, darunter der ehemalige Bürgermeister Hans Vogt, Bezirksvertreter und der aktuelle Bezirksamtsleiter Detlef Schäffer -natürlich stets mit Foto. Zu Wort kommen ebenso ganz normale Bewohner und Arbeitnehmer: von der Mitarbeiterin im Cafe bis zum Markthändler. „Arbeiten und Ausbilden in Sennestadt" rücken ebenso ins Blickfeld, wie die verschiedenen Freizeitangebote: von der Bücherei über das Fitnesscenter bis zur Minigolfanlage oder auch den Spielplätzen. Eine weitere Schautafel befasst sich mit den speziellen Angeboten für junge Leute, darunter das „Luna". Vom „Frühling in Sennestadt" ist es nicht weit bis zu dem guten Dutzend Naturdenkmalen, darunter allerdings nur ein unvergängliches: der Findling am Lahnweg. Beim großen Rest handelt es sich um Bäume. Der älteste Baum des Stadtbezirks, eine kapitale Eiche, steht vor dem Altenheim Beckhof. Gut 300 Jahre ist sie alt. An einer Darstellung ihrer Baumringe werden parallel Geschichte und entscheidende Entwicklungen aufgezeigt: die erstmals gefederten Pferdekutschen im Jahr 1706, der Beginn des hiesigen Postwesens 1750, die Einführung der Kartoffel im Jahr 1765 oder der Sprung ins Computerzeitalter. Dass die Sennestädter Interesse an der Geschichte ihres Stadtbezirkes haben, konnte ARS-Lehrer Heiko Lang schon Samstagmorgen beobachten. Die ersten Zuschauer kamen gleich vom Markt herüber. Die Ausstellung wird - als Teil des Rahmenprogramms zum Jubiläum „50 Jahre Sennestadt" - noch mindestens bis einschließlich 19. Juni zu sehen sein.
Neue Westfälische, Bielefeld, 18. Mai 2005 |
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