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Rat beschließt Schulfusion

Sennestadt (MiS). Bei einer Nein-Stimme (»Bürgernähe«) und einer Enthaltung (Linke) beschloss der Rat gestern die Fusion von Adolf-Reichwein- und Vennhofschule. Zuvor hatte Dr. Inge Schulze (Grüne) noch einmal betont, es wäre besser gewesen, wenn im Vorfeld des Zusammenschlusses mehr mit den Betroffenen gesprochen worden wäre. Schulausschuss-Vorsitzender Andreas Rüther (CDU) und Gerd Kranzmann (SPD) lobten dagegen die gute, überparteiliche Zusammenarbeit in der Lenkungsgruppe zur Schulentwicklungsplanung. Es sei ein falsches Signal, diese Arbeit durch populistische Äußerungen zu unterlaufen. Wegen sinkender Schülerzahlen sei der Zusammenschluss der Hauptschulen unvermeidlich.

 

Westfalen-Blatt, Bielefeld, 14. Dezember 2007


Anregungen von Eltern mit aufgenommen
Ende der Siekerschule / Eine Hauptschule in Sennestadt

Bielefeld (fb). Der Rat hat gestern die Auflösung der Hauptschulen Siekerschule sowie die Zusammenlegung von Adolf-Reichwein -und Vennhofschule in Sennestadt beschlossen. Noch nicht entschieden hat er über die Zukunft der Marktschule in Brackwede (vgl. NW v. 5. Dezember, 21. und 17. November).

In den Beschluss sind Anregungen der betroffenen Eltern sowie aus Schul- und Sportausschuss und den Bezirksvertretungen Sennestadt und Mitte eingeflossen. So soll das Auslaufen der Siekerschule ab 2008/ 2009 möglichst zwei Jahre nicht überschreiten, Schulverwaltung und Schulaufsicht sollen den Übergang konstruktiv unterstützen.

Den Schülern der Vennhofschule, die am Standort Wintersheide mit der Adolf-Reichwein-Schule vereinigt werden soll, soll ermöglicht werden, auf Wunsch ihre Schulausbildung im Halbtagsbetrieb bis zum Abschluss zu absolvieren. Der Rat beauftragt die Verwaltung, das Zusammenführen der beiden Hauptschulen durch externe Fachleute begleiten zu lassen, wenn beide Schulkonferenzen diese Form des „Übergangsmanagements“ ausdrücklich unterstützen. Die Bezirksvertretung Sennestadt will außerdem einen neuen Namen für die vereinigten Schulen finden.

Hintergrund der Beschlüsse sind drastisch gesunkene Schülerzahlen. „Die jetzt getroffene Entscheidung war leicht, sachgerecht und plausibel, aber es wird noch viel schwerer. Wir werden weitere Schulen schließen müssen“, betonte Gerd Kranzmann. Die Inge Schulze (Grüne) bemängelte erneut die „fehlende Transparenz“ bei der Beteiligung der Eltern und Schüler. Sie hätten rechtzeitig einbezogen werden müssen. Andreas Rüther (CDU, Schulausschussvorsitzender) bezeichnete das als „Populismus“. Die Arbeit - auch die von Schulze - im Lenkungsausschuss sei sachlich gewesen. Aber: „Man kann nicht 15 Szenarien zu diesem Thema in die Öffentlichkeit bringen.“

 

Neue Westfälische, Bielefeld, 14. Dezember 2007


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Webmaster, Stand: 19. Januar 2008                                         [zurück nach oben]