Spielerisches zum Fest

Adolf-Reichwein-Schule lädt zum Schnuppern und Ausprobieren ein

VON REGINE KLEIST

Sennestadt. Nicht die teure Katze im Sack kaufen, sondern in aller Ruhe in die Kästen hineinschauen, sich die Spielregeln erklären lassen und sie sogar ausprobieren: dazu lädt die Adolf-Reichwein-Schule Familien, Mütter, Väter, Tanten, Onkel, Omas und Opas am kommenden Sonntag ein. Fachkundige Beratung bieten die Jugendlichen der Arbeitsgemeinschaft „Spielversand in Schülerhand" unter der Leitung des kommissarischen Schulleiters Dirk Hanneforth.

Ihre Unterstützung bei der Suche nach dem passenden spielerischen Weihnachtsgeschenk ist kostenlos. Damit es beim Schnuppern und Probespielen im Freizeitbereich der Ganztagschule am Ende des Uchteweges richtig gemütlich wird, bieten die Jugendlichen ihren Besuchern Kaffee, kalte Getränke und Plätzchen zum Selbstkostenpreis an.

Zu den besonders versierten Spieleberatern gehört Deniz. Der Geheimtipp des 14jährigen für alle, die nach einem Familienspiel für „Menschen zwischen 5 und 99" fahnden lautet: „Schnelle Welle". „Das ist lustig und zieht sich etwas hin." Außerdem seien die Regeln schnell zu erlernen.

Zustimmung kommt von seinem Freund Moritz (16), während Kontektor Hanneforth protestiert: „Das ist doch eigentlich mehr was für die Kleinen." Er muss es wissen, denn er ist Erfinder des ansprechenden maritimen Spielspaßes. „Macht nichts, es ist einfach gut", kontert Deniz – und erklärt auch gleich worum es geht. Da gibt es vier Inseln und vier Bote und vier Schätze, die es einzusammeln gilt. Die Mitspieler entscheiden, wo die Inseln positioniert werden. Ein Würfel, der verschieden große Wellen und Piraten zeigt, bestimmt die Geschwindigkeit, mit der die Boote von einer Insel zur anderen schwimmen. Gewonnen hat, wer als erster vier Schätze an Bord hat.

Moritz hat andere Favoriten, die sich allerdings erst für gewitzte Mitspieler ab etwa 10 Jahren eignen: „Carcassonne" und „Der Palast von Alhambra", gerade zum „Spiel des Jahres„ gewählt. In beiden Fällen handelt es sich um Strategiespiele, in denen geplant und gebaut wird, bei „Alhambra" ziemlich realistisch – mit Geld und Bauarbeitern aus dem Ausland. Sein Lehrer schlägt als kleineres Mitbringsel „Lechts und rinks" vor, ein Kartenspiel für etwa sieben Euro. Die Mitspieler müssen schnell in alle Richtungen denken.

„Spiele – so Dirk Hanneforth – sollten entweder gut zu den Interessen der Beschenkten passen oder für alle in der Familie vertretenen Altersgruppen geeignet sein. „Es reicht allerdings nicht, sie einfach nur zu überreichen. Wer ein Spiel verschenkt, sollte möglichst gemeinsame Spielzeit mit verschenken. Und dann ist es natürlich nicht schlecht, die Spielregeln wenigstens grob zu kennen, damit es gleich losgehen kann."

Kasten

Die kostenlose Spieleberatung in der Adolf-Reichwein-Schule – in Kooperation mit der Volkshochschule - findet am Sonntag, 7. Dezember, von 11 bis 13.30 Uhr statt. Die Ganztagshauptschule ist sowohl über den Uchteweg als auch über die Travestraße zu erreichen; beides Abzweigungen von der Rheinallee. Parkplätze stehen in großer Zahl auf dem Schulhof an der Travestraße sowie rund um die dortigen Sporthallen und am Sennestädter Hallenbad zur Verfügung.

Neue Westfälische Bielefeld

5. Dezember 2003